Aus der dritten Umfrage sehen wir das Resultat der dritten Umfrage „Der Streit“, denn wer trotzig ist und so dahingrantelt, dem hat’s wohl auch nicht recht …
… offenbar bleibt’s auch im Dialekt bei <gfoin> / <gfalln>. Der Großteil der Teilnehmenden nutzt also die Form, die uns über das Verb fallen … naja in den Schoß gefallen ist. (vgl. auch ähnliche Bedeutungsübertragungen in „Das ist ganz mein Fall!“)
Nur im Norden (der mit Abstand die meisten Antworten bisher lieferte) gibt es ein Bündel, denen es wohl auch nicht so <taugt>. Der ursprünglichen Bedeutung entsprechend (‚etwas / viel bringen'“), finden wir diese veränderte Wortbedeutung, um unseren Missmut Kund zu tun: Denn was nichts bringt, das scheint auch nicht zu gefallen. Es taugt halt nicht(s).
Seltener mögen wir die Dinge einfach nicht. Auch passen oder schmecken sie uns nicht so richtig. Darüber <gfrein> („ge-freuen“) tun sich nur wenige (vgl. auch mancherorts noch vorhandenes <ge->s in <gfrean> „frieren“ – <Mi gfreats> „Mich friert(s)“ – Die „ge-„s, die wir uns anderswo sparen, kommen hier dann wieder zum Vorschein).
Noch seltener hat es ihr nicht gelid oder sie hat’s nicht mehr packt. Hinter „Sonstiges“ verstecken sich noch ein paar nicht hören wollen und nicht gut finden.
Und wie immer zeigen sich die Steiermark und Kärnten zäh und wollen ihre Dialektschätze nicht hergeben. Auf geht's und mitmachen! Die Umfragen bleiben geöffnet, damit auch beim nächsten Ergebnis ein bisschen mehr aus dem Süden kommen kann.
Schon teilgenommen? Dann bleib aber auch immer auf dem neuesten Stand!
