Wünschen im Dialekt: Vom tun, werden, wären und dem -ad

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Wenn wir Dinge ausdrücken wollen, die nicht tatsächlich passieren oder passiert sind, müssen wir uns einer Möglichkeits- oder Wunschform bedienen (einem Konjunktiv): z.B. „Ich wünschte, ich hätte ein besseres Beispiel parat.“

Die Form wünscht(e) , die Konjunktiv I-Form, die wir auch aus der Schriftsprache kennen, ist in Österreich allerdings nicht sehr beliebt – wir finden sie nur in einigen wenigen Antworten wieder (dort primär ohne -e). Stattdessen bedienen wir uns einerseits Vergangenheitsformen mit einem Hilfswort im Konjunktiv (also hät(te) gewünscht oder gewunschen) oder anderen Hilfswörtern tun oder werden – also „würde mir wünschen„. Diese Variante kommt insgesamt nur selten vor.

Für täte <dat> finden wir die zusätzliche Ausprägung mit -ad vor, also einem an das Verb anknüpfenden Marker für den Konjunktiv. Ich „darat mir wünschen“. Unter den Antworten findet sich kein einziges <würdat>, auch keine <hättat>, sehr wohl aber <warat>. Diese Form mit dem Marker -ad finden wir auch direkt am Vollverb wünschen wieder, also „wünschat“ / „winschat“. Nach einer Konstruktion mit tun ist das die nächstmeistgenannte Variante. Nur Kärnten und Vorarlberg sparen diese Form bisher gänzlich aus.

Auch recht viele Teilnehmenden gehen diesen Weg erst gar nicht, denn sie wünschen es sich aktiv und zum Zeitpunkt des Sprechens immer noch. Sie benutzen also die Gegenwartsform (den Präsens): „Ich wünsche mir, … “
Vermehrt aufzufinden, ist auch die Strategie „wünschen“ gänzlich zu vermeiden, in dem etwa gesagt wird, man hätte gerne , hätte gewollt oder es wäre bzw. warat einem lieber/recht, schön wäre es und Ähnliches. Letzeres finden wir vorallem im Südosten wieder.