Es schifft, schleddat, waschlt – doch am meisten tut’s noch renga… oder regna / rengnan / reignan / reng /rengn /… puuuuh!
Vorallem aber im städtischen Bereich aber auch im Süden insgesamt, notierten viele der Teilnehmenden auch <regnen>, welches wir so auch aus der Schriftsprache kennen. Das trennt auch die häufigeren Vorkommensvarianten von <regna> und <regnan> (nur im Osten mit auslautendem <n>), während die meistgenannte Antwort aber das <renga> bleibt – sich das <g> also hinter den nasalen <n>-Laut schiebt. Das erleichtert auch die Aussprache: „Es duad renga“.
Südöstlich finden wir mehr Nennungen von <regnan>. Auch finden sich dort ein paar Antworten mit einem Zwie- oder Zweilaut (oder „Diphthong“), der wohl als einzelnes <e> und <i>, nicht wie in der Schriftsprache zu erwarten wäre <ei> als /aɪ̯/ gesprochen wird: Hier haben wir nämlich <reigna(n)> oder <reignen>.
Für ein einfaches <reng> muss man schon genauer schauen – in NÖ im Mostviertel nämlich. Knapp nördlich davon findet man hingegen auch ein ausgeprägtes <rengna(n)> und noch nördlicher finden wir dann die Zwielautungen wieder. Niederösterreich hat hier wohl einiges zu bieten!
Unter „Sonstiges“ ist zusammengefasst, was nicht von „Regen“ stammt, nämlich wenns doch <schütt> / <schitt>, <schifft>, <waschlt> oder gar gleich <schleddat>. Während das „schiffen“ über Umwege, von der Bezeichnung eines länglichen (schifförmigen) Gefäßes (einem Nachttopf) zum Akt des Wasserlassens (vgl. „sich anschiffen“) und später auf das Wetter übertragen wurde, kommt das <schleddan> aus dem selben Begriffsgebiet, wie das <schütten>, nämlich als Nebenform von <schleudern>, ggf. auch <schludern> (vgl. ein „Schludrian“ – ‚ein schlampiger, ungeschickter Mensch‘), indem Wasser nunmal überall hinkommt.
Und? Passt des so für dich und deinen Dialekt oder hama was übersehen? Ich fühl mich mit "waschln" und "renga" schon ganz daheim... und du? Mach doch einfach hier bei den Umfragen mit und auch deine Antworten finden sich dann auf der nächsten Karte!