Rotkraut 2.0 – Blaukraut 2.0

Was sich nicht alles tut, wenn ma einfach a weng mehr Leit frogt…

Hier zeigt sich, dass sich auch das Teilnehmen an „älteren“ Umfragen noch lohnt und dabei hilft die Karten zu verbessern. Denn mittlerweile haben über 200 Personen auch an der zweiten Umfrage („Am Markt“) teilgenommen und obwohl ein Gleichstand zwischen den Rotkrautlern und Blaukrautlern herrscht (75 : 75) ist die Verteilung umso klarer. Denn das meiste Blaue kommt weiterhin aus Oberösterreich (da kommen auch die meisten Teilnehmenden her) und kommt in den anderen Bundesländern nur vereinzelter vor, wo es sich die Waage zu halten scheint. Auch das Rote ist unter den Kohl-Anhängern stärker vertreten und sammelt sich offenbar besonders in Innsbruck und Umgebung. Ein paar schöne Ergänzungen bietet auch Vorarlberg mit seinem Krut (nördlich wohl rot, südlicher blau) und auch wenn nicht alle mit dem Gemüsebild etwas anfangen konnten (deswegen wohl die Salatsorten-Nennungen, wie etwa „Raddicchio“ oder gleich ins Absolute gehend „Ka Lewerkas“ [ich hab sehr gelacht, danke dafür! Ich bitte aber trotzdem darum, dass der eigene Dialekt eingetragen wird]), wird die Karte mit mehr Teilnehmenden eben immer umso schöner!
Also bitte gerne teilen, sharen, weiterleiten und was sonst so anfällt!

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Auf ein Viertes!

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Nach einer längeren ungeplanten stressbedingten Pause geht es auch endlich weiter: Es gilt wieder das „Hochdeutsche“ in den eigenen Dialekt zu übersetzen! Auf geht’s!

Schau ma moi, was der Dialekt dieses Mal nicht alles zu bieten hat!

Der Unfall
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Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Sie können den Fragebogen jederzeit abbrechen. Ihre Teilnahme ist anonym. Ihre Antworten können nicht auf Sie zurückgeführt werden. Ihre Daten werden ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke verwendet. Die Forschung folgt keinem kommerziellen Interesse. Wir behandeln alle Ihre Daten streng vertraulich.

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Vom Grillen und dem Unvermögen

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Und wenn der Sommer anklopft und der erste Sonnenbrand sich anmeldet, wird’s auch mal wieder Zeit zu grillen. Nur nicht, wenn’s nicht bald mal aufhört, dass es stürmt / waht / wettert / schütt / pfeift / blost oder Ähnliches (dazu ein andern Mal mehr). Deswegen die Frage danach, wie es denn heißt, wenn man den [Griller nicht anheizen konnte].

1. Lexik – Wortwahl: anheizen, anzünden, ankennten

Unter den Angaben, die auf die warme Komponente anheizen / anzünden / ankenntn verzichtet haben, finden sich den Griller anschmeißen, anstarten, wegstarten, ankriegen, anbekommen, anwerfen, verwenden (Grill an-V). Den Griller nur zu heizen, zeigt sich im Mostviertel in NÖ. Die Hitze im Blick habend, finden wir ankenntn nur vereinzelt in Oberösterreich und in der Nähe im Bayerischen Gebiet. Vom Ursprung des kenntn‘s her scheiden sich die Geister: Während manche eine Verbindung zu etwa dem englischen kindle sehen, also von einer gemeinsamen germanischen Form ausgehen, meinen andere die candle entlehnt aus dem Lateinischen accendere ‚entzünden‘ stünde dem näher. Das Anzünden scheint in den südöstlichen Bundesländern ausgespart – Obacht: Hier kamen bisher weniger Umfragenteilnehmer*innen her.

Es handelt sich insgesamt also wohl weniger um regionale Wortwahl-Präferenzen.

2. Lautung: "können" = kenna, kinna, künna, kunna

Und mit den vielen Antworten der Teilnehmenden wird mir plötzlich auch bewusst, warum man als Pendler OÖ-Sbg solche Probleme mit dem "Können" hat. Vorallem in Oberösterreich und im Norden kinna(n) die Leute, derweil man im Süden mehr kenna(n) würde. Können notierte man vorallem in Wien. Im Pongau in Salzburg finden wir kunna, in Vorarlberg ist es künna und im Burgenland springt ein längeres kiena hervor.

Die vielen "Sonstiges" ist darauf zurückzuführen, dass einige ohne "können" auch sehr gut auszukommen scheinen. Sie der-starten oder dahazn den Griller oder haben ihn halt z.B. net odazundn (kriagt).

3. Vom Mitmachen und ersetzt werden: Präteritum, Partizipien und Ersatzinfinitive

So viel zu den Nennformen von "können": Denn im Teilsatz "den Griller nicht anheizen konnten" ersetzen wir gerne das uns vermehrt fremde "konnte" der Mitvergangenheit durch das Perfekt und da sind wir wohl auch keine Freunde der ge-Formen bei Modalverben - Es folgt zumeist ein Perfekt mit Ersatzinfinitiv: ..., dass wir den Griller nicht anheizen / anzünden haben können.

Nur einige wenige kam ein konnten oder kunnten über die Tastatur.

Aber auch die Partizipform gekonnt scheint eher außerhalb beliebt zu sein - das Hutterische in den USA liefert den einzigen Beleg für ein vollständiges Partizip mit ge- V - t. Nur das Salzkammergut nähert sich dem mit kinnt (ge-Ausfall, wenn g- auf k- stößt) gerade noch an. Andernfalls sind sich die meisten einig und ersetzen die Form des Modalverbs mit dem Infinitiv. Eine gängige und beliebte Strategie für alle Verben, die die Art und Weise (Verbote, Wünsche, Erlaubnis, Unfähigkeit, etc.) auszeichnen:

  • "..., dass er es nicht sagen hat müssen" statt "gemusst"
  • "..., dass sie ihn treffen hat dürfen" statt "gedurft"
  • "..., dass wir es ihr noch geben haben wollen" statt "gewollt"

4. Wortabfolge am Satzende

Und als wäre das alles nicht schon genug, varriieren wir natürlich noch weiter: Erneut fährt Oberösterreich mit seinen Besonderheiten auf - nicht nur, dass wir nicht okenntn kenna hom (V können haben), auch findet sich im Welser Raum die einzige Nennung von "haben V haben können" ('n Grü nedda ned hom ozinda hom kenna). Dass ma den Griller okriagt / anbekommt, zum Laufen / Gehen (an)brocht hom scheint auch vermehrt außerhalb OÖ beliebt zu sein. Am meisten findet sich jedoch, dass ma den Grilla net ohazn hom kinna ( V haben können). Nur Tirol fährt voll auf mit seinen der-Formen (nicht ondrzuntn / onderschiercht / dastart hom) .

Vereinzelt finden wir dafür "haben können V" (nit hom kennen onhazn) in Osttirol und "haben gekonnt V" (nit amol hom gikennt anhetzn) aus dem Hutter-Deutschen. "haben V können" (ned hom onhazn kenna) finden wir nur einmal im nördlichen Salzburg.


Und weiter geht's wie immer, indem möglichst viele Leute an den Umfragen teilnehmen. Es zeigt sich ja, dass Kärnten und Steiermark bisher noch nicht begeistert waren - deswegen werden die Umfragen auch nicht geschloßen und können jederzeit nachgeholt werden!

Noch im Juni gibt es dann auch eine neue Umfrage, aber kein Grund darauf zu warten. Einfach mitmachen, teilen und Leute einladen!

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Und wenn Österreich eins kann, dann ist es fluchen!

Und das in einem Ausmaß, dass sich kartographisch hier gar nichts darstellen lässt…

Von den vielen Antworten auf die Frage nach einem neckischen Ausdruck für einen männlichen Bekannten, reihen sich Deppen an Wappla und Dodln. Lausa und Lausbuam, Doims und Hawara wurden ebenso öfters genannt, die restlichen Nennungen waren (bisher noch!) Unikate. Von tierbelasteten Eseln, Fischen, Affen, Focken (‚Ferkeln‘), Hund(ling)en oder Storchnhoxaten, dass uns den Vogl außa haut, bis hin zum Kulinarischen Wiarschtl oder Pferscha (‚Pfirsich‘) oder etwa dem Roma entlehnten Dillo (‚Verrückter‘), tschechischem Strizzi (‚Onkel‘) oder Halawachl (‚Schlingel‘ / ‚Bengel‘). Da zeigt sich die Vielfalt Österreichs!

Was fehlt? Bisher gab’s noch keine Nudlaugen, Fetznschädl, Narrisch- oder Damische. Das war doch nicht wirklich alles, oder?

Hier mitmachen und ergänzen, was der Formenvielfalt in Österreich eindeutig noch zu fehlen scheint! Also: Sog amoi, wie fluchstn eigentli wirkli?

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„Oiwei hots nan mit… -zaht, -gschleppt, -grissn, -gstrutzt, -gschläpft …“

Ein paar Dinge vorneweg: Die Verwandtschaft ist zu Besuch!

Und wie so üblich wird da alles einmal aufgeräumt, umgestellt und umgekrempelt. Mit der neuen Karte sind wir nun auch endlich in der Lage deutschsprachige Gebiete außerhalb der DACH-Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz) abzudecken, denn es gibt Umfragenantworten aus den Nachbarländern sowie auch den ferneren Regionen. Aufgrund des sehr gern gesehenen Inputs aus Italien und auch einer deutschsprachigen Sprachinsel in den USA (hier: südbairisches Hutterisch als links unten eingefügter und verkleinerter US-Bundesstaat), wird die Karte angepasst und ergänzt – die nördlichen Gebiete fliegen dagegen vorerst raus.

Die Kartierung erfolgt anhand der Angabe, wo man aufgewachsen ist bzw. den Dialekt erlernt hat. Auch beim Hutterischen handelt es sich dementsprechend nicht nur um den Wohnort oder zeigt nur ein Auswandern an (zumindest nicht in erster Generation!).

Aber was zeigt sich hier? Zweierlei Dinge:

  1. Lexik / Wortwahl und Lautliches:
    Ob jemand jemanden mit- zaht, -zerrt, -zieht, -schleift, -nimmt, -reißt, -schleppt, oder -strutzt.
    Neben dem Offensichtlichen, dass man in Österreich wohl vermehrt im Norden die Leit mizaht, wird man bei den Alemannen wohl mitgschläpft – ggf. wird jemand noch mitgno. Das nördliche Oberösterreich hat sie mitgnumma. In der Steiermark wird öfters auch geschleppt ; grissen wird erneut im bisher bereits öfters aus der Reihe tanzendem Pongau. Zwischen diesem und dem Salzkammergut finden sich auch lautliche Formen des mitzacht. Während Italien vorerst mit gstrutzt einen „Ausreißer“ parat hat, gliedert sich Hutterdeutsch dem großen Ganzen an. Denn mitgschliffen kann man noch überall hin werden.
  2. Wortbildung:
    Schleifen kann wie so viele seiner Kollegen der starken Verbalkonjugation (also Partizip mit ge-VERB-en; geschliffen) einen Wandel zur schwachen Verbform unternehmen (ge-VERB-t; geschleift), wobei diese bei diese Form bisher noch seltener vertreten ist.
    (vgl. z.B. etwa Wandeltendenzen vom eigentlich starkem scheinen – Hat die Sonne geschienen oder gescheint ?)
    Auch die ge- Formen sind dahingehend spannend, dass diese eigentlich oftmals ausfallen, wenn g-, k-, t-, d- folgen.
    (vgl. z.B: eben gezogen -> zogen; getroffen -> troffen; gekocht -> kocht, etc.)
    Auch ziehen hat trotz des Buchstabens <z> eigentlich einen [ t(s) ]-Laut inne und führt des Öfteren zum ge- Ausfall. Das hingegen erhalten geblieben ge- zeigt sich vorallem im südlichen Raum, aber auch dort hat es eher Seltenheitswert.

Und… redtst du a so? Hier mitmachen! Sei bei der nächsten Karte mit von der Partie!

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De Preise san (gscheid) … gsoizn / gschmoizn / happig/ oag / teuer / wüd …

Und wie so üblich, schaut’s mit den Geld ungut aus. Aber wie sagt man denn dazu, wenn’s mit den Preisen immer schlimmer wird?

Während arg eine Variante ist, die fast überall vorkommt, zeigen sich ein paar andere Worte stark gebündelt. happig scheint westlich mehr als arg noch vertreten zu sein, wobei fast alle Bundesländer betroffen sind – in Oberösterreich allerdings nur bei genauerem Hinsehen. Steil ist es dafür offenbar nur im nördlichen Österreich, auch wüd zeigt sich nur in und oberhalb des Salzkammerguts. Niederösterreich ist gespalten: Gschmoizn im Waldviertel, und wenn man ganz genau hinsieht (hineinzoomen!), geht’s heftig im Mostviertel zu, dort scheint es auch eher teuer zu sein. Zach ist wohl ein Salzburger Phänomen und wird vom Argen überlagert (erneut: ganz genau zoomen!) – dem oag verwehrt sich Vorarlberg dafür vollständig.

Und wie sogst du? Hier mitmachen und die Preise benennen, wie sie so sind: gsoizn, gschmoizn, happig, oag, teuer, wüd, zach …

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Im Grund s söbe: Kartoffeln, Erdäpfel/-birnen …

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Auch im Grunde zeigen sich Grenzen auf: Während das aus dem Italienischen entlehnte und lautlich veränderte Kartoffel (ital. tartufolo, von Lateinisch terrae tuber mit der Bedeutung der „Erdknolle“) zwar durchaus oft vorkommt, zeigen die Antworten im Österreichischen die Treue zum lexikalischen Gegenspieler und anerkannten Austriazismus auf. Der Erdapfel zeigt das selbe Benennungsmotiv, nimmt in Vorarlberg und dem Burgenland aber vermehrt eine andere Grundform ein- nämlich die der Grundbirne (vereinfacht meist „Grumpa“). Besonders spannend lassen sich auch die stark reduzierten Formen „Eapfi“ (als solche notiert, wenn die „Erde“ nur noch aus Vokalen bestand und nicht auf -d / -scht / -cht endete) im nördlichen Mühlviertel, mehr aber im Waldviertel finden und das oberösterreichische Salzkammergut liefert mit Erdbohne (Echpo / Echdbon) ein besonderes Schmankerl. Im Salzburger Pongau Richtung Pinzgau finden sich auch bei genauerem Zoomen auch Erdlinge (Eachtlinge) wieder. Die Nennungen von Erdbirne im Mostviertel geht bei den vielen anderen Antworten geradezu unter.

Update 11.11.2023: Ein Patate hat sich mittlerweilen dazugesellt und im Hutter-Deutschen finden wir die Form Kartoffel als Kattufl notiert, die offenbar einen starken <u>-Laut des ital. tartufolo noch beibehalten hat. Auch ist die Ausbreitung von Erdäpfel noch einmal deutlich gestiegen! Darunter fallen nun allerdings die vielen Erpfi, Echpfi etc. zusammen – denn die möglichen Aussprachevarianten waren für eine Karte einfach zu viel… Vielen Dank für’s Mitmachen!

Nicht zufrieden mit den Ergebnissen? Dann am besten einfach selbst mitmachen!

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Rauchen, poffeln, tschicken …

Wer hätte gedacht, dass man beim Schreiben über’s Rauchen auch so viel ins Reden kommt…

Lautlich tut sich unter den Rauchern im Dialekt in Österreich nämlich so einiges, wenn auch das Ausweichen auf Tschicken oder Poffeln das nicht zeigen würden. Im Süd-Mittelbairischen scheint mehr gracht zu werden, wobei die Steiermark hier viel Variation aufweist. Dafür kann sich das Rauken im Mühl- und Waldviertel im Norden durchsetzen. Vorarlberg zeigt sich dafür mit Variationen aus röuchen / rouchen und sogar grecht findet sich an der Grenze zum deutschen Allgäu. Das südliche Salzburg und Tirol scheinen sich allerdings einig: Hier wird gracht!

Wie immer gilt: Selber mitmachen und das Bild noch weiter schärfen!

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Anbandeln, etwas miteinand (am Laufen) hom …

Um den Frühlingsgefühlen Ausdruck zu verleihen, wurde auch abgefragt, wie man das denn nennt, wenn zwei Personen sich annähern und sich daraus etwas entwickelt:

Während anbandeln eine der meistgenannten Antworten war, finden sich auch ein paar Gspusis (welche wir uns aus dem Italienischen geborgt haben) und ein paar Pantscherl wieder, welches des Öfteren als echt Wienerisch klassifiziert wird. Interessenterweiser nannten das Pantscherl aber kein einziger Wiener unter den Teilnehmenden. Da wurde mitunter miteinander geredet oder kokketiert. Auch miteinander gehen tun anscheinend nur wenige von uns, wenn schon, dann hat man was am Laufen. Offenbar wird eher an etwas festgehalten: Man hat was miteinander.


Die Antworten passen dir nicht? Dann mach doch bei den Umfragen mit und erzähl: Wia redtsn eigentli wirkli?

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Blaukraut bleibt Blaukraut – im Osten bleibts doch eher rot.

Und auf die Frage, wie man denn zu diesem oder jenen Gemüse sagen würde, gab es dann doch ein paar Raummuster für Blau– bzw. Rotkraut bzw. –kohl.

Allen voran war Kraut jedenfalls die beliebtere Bezeichnung – Kohl findet sich nur selten. Rot und Blau hielten sich dahingehend die Waage, wobei diese im Osten und in Großstadtnähe stärker dem Rot Nahe zeigten.

Den ursprünglichen Grund für die unterschiedlichen Benennungen, nämlich die tatsächliche Färbung des Kraut aufgrund unterschiedlicher Säuregrade der Böden, aus denen diese wuchsen, oder der Zubereitung (rot = säuerlich; blau = alkalisch / basisch), ist aus den Antworten der Teilnehmenden also nicht mehr erkennbar.
(Blau zuerst stärker südlich – vermehrt mit Zucker zubereitet; Rot vermehrt nördlich des deutschsprachigen Raumes- mit Essigzubereitung)

Stattdessen können wir hier viele Blaukraut-Nennungen im Norden Oberösterreichs finden und die meisten Rotkraut-Nennungen im Osten und um Ballungszentren herum. In Tirol findet sich auch wieder der Kohl mehr, vermehrt in Form des Rotkohls.

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