Mitmachen, OeDA! Die erste Oesterreichische Dialekt App

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Mit dem Forschungsprojekt Wenker 2.0 * ist auch OeDA entstanden: die erste Oesterreichische Dialekt App.
In diesem Citizen Science-Projekt, kann jeder mitmachen, spielend die gestellten Aufgaben lösen, seinen eigenen Dialekt verschriftlichen oder einsprechen und zur sprachlichen Landschaft Österreichs beitragen, um genau so mit anderen Teilnehmenden vergleichen zu können. Ein paar Informationen hält die Universität Salzburg hier für euch parat.
Grundsätzlich bleibt’s aber dabei, was wir eh schon aus den Umfragen kennen: Je mehr Leute teilnehmen, desto besser wird das Bild, das am Ende entsteht.
Also mitmachen und den Bekannten, Verwandten und Freunden Bescheid geben und den eigenen oder den Dialekt von anderen für die Zukunft festhalten!

Hier geht’s ansonsten auch direkt zum Herunterladen:


*Wieso Wenker 2.0? Oder „Who the hell is Wenker“?

Unter der Leitung von Georg Wenker entstand Ende des 19. Jahrhunderts das wohl größte Spracherhebungsprojektes im deutschen Sprachraum. Mittels Übersetzungsaufgaben wurde das Lehrpersonal an Schulen im gesamten deutschen Sprachraum gebeten den Dialekt des Ortes bzw. ihrer Schüler zu verschriftlichen. Heraus kamen mehr als 48 Tausend handschriftlich ausgefüllte Antwortbögen, die auch heute noch Hinweise auf frühere Dialekte geben.

Auch hierzu gibt es ein Citizen Science-Projekt, denn die schiere Menge an Antworten benötigt viel Zeit und Ressourcen, um diese verarbeitbar zu machen. Mehr dazu findet man
hier bei Wenker Citizen Science.

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Wünschen im Dialekt: Vom tun, werden, wären und dem -ad

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Wenn wir Dinge ausdrücken wollen, die nicht tatsächlich passieren oder passiert sind, müssen wir uns einer Möglichkeits- oder Wunschform bedienen (einem Konjunktiv): z.B. „Ich wünschte, ich hätte ein besseres Beispiel parat.“

Die Form wünscht(e) , die Konjunktiv I-Form, die wir auch aus der Schriftsprache kennen, ist in Österreich allerdings nicht sehr beliebt – wir finden sie nur in einigen wenigen Antworten wieder (dort primär ohne -e). Stattdessen bedienen wir uns einerseits Vergangenheitsformen mit einem Hilfswort im Konjunktiv (also hät(te) gewünscht oder gewunschen) oder anderen Hilfswörtern tun oder werden – also „würde mir wünschen„. Diese Variante kommt insgesamt nur selten vor.

Für täte <dat> finden wir die zusätzliche Ausprägung mit -ad vor, also einem an das Verb anknüpfenden Marker für den Konjunktiv. Ich „darat mir wünschen“. Unter den Antworten findet sich kein einziges <würdat>, auch keine <hättat>, sehr wohl aber <warat>. Diese Form mit dem Marker -ad finden wir auch direkt am Vollverb wünschen wieder, also „wünschat“ / „winschat“. Nach einer Konstruktion mit tun ist das die nächstmeistgenannte Variante. Nur Kärnten und Vorarlberg sparen diese Form bisher gänzlich aus.

Auch recht viele Teilnehmenden gehen diesen Weg erst gar nicht, denn sie wünschen es sich aktiv und zum Zeitpunkt des Sprechens immer noch. Sie benutzen also die Gegenwartsform (den Präsens): „Ich wünsche mir, … “
Vermehrt aufzufinden, ist auch die Strategie „wünschen“ gänzlich zu vermeiden, in dem etwa gesagt wird, man hätte gerne , hätte gewollt oder es wäre bzw. warat einem lieber/recht, schön wäre es und Ähnliches. Letzeres finden wir vorallem im Südosten wieder.

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Neue Umfrage – Neues Glück!

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Weil der Dialekt unergründlich bleibt, bis man ihn festhält, geht es hier gleich weiter mit der nächsten Umfrage!

Wie immer sind die Sätze vom Standard in den eigenen Dialekt – die eigene Sprechweise – zu übersetzen. Deswegen muten ein paar Sätze auch etwas skurril an: Man soll sich ja nichts aus dem Standard abschauen (können)! Die Worte in den Klammern einfach durch die eigene Ausdrucksweise übersetzen, denn die Informationen sind ja da.
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Der Fleischkauf
Einverständniserklärung zur Verarbeitung der von Ihnen eingegebenen Daten
Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Sie können den Fragebogen jederzeit abbrechen. Ihre Teilnahme ist anonym. Ihre Antworten können nicht auf Sie zurückgeführt werden. Ihre Daten werden ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke verwendet. Die Forschung folgt keinem kommerziellen Interesse. Wir behandeln alle Ihre Daten streng vertraulich.

Und wie immer: Vielen vielen Dank an alle die mitmachen, liken, sharen und dabei bleiben bei „Heast, sog amoi!“
Nur bei vielen Mitmachenden schaut am Ende auch was heraus!

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Schlechtwetter im Dialekt: Wenn’s nicht aufhört zu … „regnen“

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Es schifft, schleddat, waschlt – doch am meisten tut’s noch renga… oder regna / rengnan / reignan / reng /rengn /… puuuuh!

Vorallem aber im städtischen Bereich aber auch im Süden insgesamt, notierten viele der Teilnehmenden auch <regnen>, welches wir so auch aus der Schriftsprache kennen. Das trennt auch die häufigeren Vorkommensvarianten von <regna> und <regnan> (nur im Osten mit auslautendem <n>), während die meistgenannte Antwort aber das <renga> bleibt – sich das <g> also hinter den nasalen <n>-Laut schiebt. Das erleichtert auch die Aussprache: „Es duad renga“.

Südöstlich finden wir mehr Nennungen von <regnan>. Auch finden sich dort ein paar Antworten mit einem Zwie- oder Zweilaut (oder „Diphthong“), der wohl als einzelnes <e> und <i>, nicht wie in der Schriftsprache zu erwarten wäre <ei> als /aɪ̯/ gesprochen wird: Hier haben wir nämlich <reigna(n)> oder <reignen>.

Für ein einfaches <reng> muss man schon genauer schauen – in NÖ im Mostviertel nämlich. Knapp nördlich davon findet man hingegen auch ein ausgeprägtes <rengna(n)> und noch nördlicher finden wir dann die Zwielautungen wieder. Niederösterreich hat hier wohl einiges zu bieten!

Unter „Sonstiges“ ist zusammengefasst, was nicht von „Regen“ stammt, nämlich wenns doch <schütt> / <schitt>, <schifft>, <waschlt> oder gar gleich <schleddat>. Während das „schiffen“ über Umwege, von der Bezeichnung eines länglichen (schifförmigen) Gefäßes (einem Nachttopf) zum Akt des Wasserlassens (vgl. „sich anschiffen“) und später auf das Wetter übertragen wurde, kommt das <schleddan> aus dem selben Begriffsgebiet, wie das <schütten>, nämlich als Nebenform von <schleudern>, ggf. auch <schludern> (vgl. ein „Schludrian“ – ‚ein schlampiger, ungeschickter Mensch‘), indem Wasser nunmal überall hinkommt.

Und? Passt des so für dich und deinen Dialekt oder hama was übersehen? Ich fühl mich mit "waschln" und "renga" schon ganz daheim... und du? Mach doch einfach hier bei den Umfragen mit und auch deine Antworten finden sich dann auf der nächsten Karte!

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Im Dialekt wird’s schwach: „scheinte“ – geschienen – gescheint- gschunna!

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Aus der dritten Umfrage finden wir ein letztes Mal ein Statement zur Sonne, die uns ja gerade nach und nach abhanden kommt.

Neben der überraschend klaren Präferenz dafür, dass die Sonne gar nicht scheint sondern brennt oder etwas seltener auch heizt, bzw. „es so owibrennt / obaghazt hot“ (also die allgemeinere Situation ohne sich auf die Sonne zu beziehen), finden sich in Tirol und Südtirol auch eine Vorliebe dafür, dass es wohl „knoit / prackt / prallt hot“ – auch ein NÖ Waldviertler gesellt sich dazu. An einigen wenigen Stellen wird man wohl auch gleich gebraten oder gebruzzelt, während andere der Sonne bzw. der Situation Eigenschaften zuschrieben („Es war heftig“ / „Die Sonne war arg / stark“ o.Ä.).

Im Dialekt gibt’s wie zu erwarten war kein <scheinte>, die Prätiertumsform (Mitvergangenheitsform) von scheinen. Aber auch bei der Partizipform, der ge-Form, die wir für die Vergangenheitsbildung brauchen, scheiden sich die Geister. Denn wir finden sowohl, dass die Sonne geschienen, gescheint oder gschunna hat.

Obwohl dem Hutterischen eher Tiroler und Kärtnerische Wurzeln vorausgehen, zeigt sich hier eine Übereinstimmung mit dem Vorarlbergerischen (so wie einem Wien-nahem Ausreißer), wo wir Formen von gschunna finden können, also ein Beibehalt der eigentlichen starken Form (also ein Partizip auf ge-V-en) aber mit einer Veränderung am Vokal im Wortinneren (im vgl. zur Nennform). Die als zu Grunde liegend angenommene Form, die starke Form, die wir historisch vielfach belegt haben, die eben bei scheinen -> geschienen auftritt, zeigt sich östlich von Tirol überall. Im Gegensatz zur potentiellen Neuerung ist geschienen also auch noch in den südlicheren Bundesländern auffindbar. Die Anpassung des Wortes an die schwache Partizipform gescheint (schwache Form = ge- V –t ) finden sich vorallem in den nördlicheren Bundesländern und wird bereits öfters als die historische Form geschienen genannt. [Aber bitte mit Vorsicht zu genießen, denn weiterhin sind die meisten Antworten aus den nördlicheren Gebieten.]

Und weil's einfach nie gnuag ist, auch bitte gleich bei allen vergangenen wie auch weiteren Umfragen mitmachen!

Gerne auch Freunde einladen und auf der nächsten Karte schauen, wer wo was angegeben hat oder mit dem Newsletter zumindest selbst aktuell bleiben ;D

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An letztn Sonnenbrand… im Dialekt

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Obwohl der Sommer offiziell bereits seit einer Woche vorbei ist, gab es noch letzte Hoffnungen noch ein paar Sonnenstunden auszunutzen. Aber auch die schwinden allmählich – und was übrig bleibt, ist ein letztes Mal zurückdenken an die schönen Sonnenstrahlen, die uns das eine oder andere Mal auch gehörig zugesetzt haben.

Denn als Resultat bleibt man ganz gern auch etwas geschunden zurück. Auf die Frage, wie man im eigenen Dialekt denn dazusagen würde, wenn man „ganz rot heimfuhr“ (nachdem die „Sonne so heftig schien“), kamen folgende Antworten zurück:

Unbestrittene Meistantwort war natürlich die Röte, die entweder gesteigert oder abgewandelt wurde:

  • so rot, voi rot, ganz/gonz/gaunz rot, ur rot, krebsro(a)t, gliarot, gluarot, zunderrout, knoirot, komplett rot

Andere fokussierten die Kopfregion, nur wenige gingen weiter runter oder waren überall betroffen:

  • mit ana rotn glezn, mit am röeten grint, mit am roten schädl, mit ana rodn bian, so a rouds gesicht ghobt hom, mit da roatn dinnen, mitn rotn bugl, überall rot hemgfahra sen

Wieder andere haben Vergleiche angestellt oder das Heimfahren in den Fokus gestellt:

  • wia a pufflampal gleicht hom, oisa rodda weggagfoahrn, rot heim fhoarn, wias roude hoamgfon sand

Manche haben irgendeine Form des Sonnenbrands, andere verbrennts:

  • an murds sonnenbrand, an heftigen sonnenbrand, den komplettn sonnenbrand, am saftigen sunnenbrond, wo jeden dsun a so brennt hod
  • gaunz verbrennt/ gonz vabronnt, hoib verbrennt, wos olle a weng aufzischt hot … da ist man aufbrennt hamgfoan, wo olle verbrennter hoamgfohrn sein, aufbrennt woarn

und am Ende woar ma wieder mal „ganz grantig“. Na da gfreit ma si dann schon aufn Herbst!

Nicht’s verpassen und hier immer auf dem neustem Stand bleiben:

Außerdem, die Umfragen werden nicht geschlossen! Schon bei der vierten Umfrage „Der Unfall“ mitgemacht?

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Das hat ihr nicht [gefallen]. Ein Fall für den Dialekt.

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Aus der dritten Umfrage sehen wir das Resultat der dritten Umfrage „Der Streit“, denn wer trotzig ist und so dahingrantelt, dem hat’s wohl auch nicht recht …

… offenbar bleibt’s auch im Dialekt bei <gfoin> / <gfalln>. Der Großteil der Teilnehmenden nutzt also die Form, die uns über das Verb fallen … naja in den Schoß gefallen ist. (vgl. auch ähnliche Bedeutungsübertragungen in „Das ist ganz mein Fall!“)

Nur im Norden (der mit Abstand die meisten Antworten bisher lieferte) gibt es ein Bündel, denen es wohl auch nicht so <taugt>. Der ursprünglichen Bedeutung entsprechend (‚etwas / viel bringen'“), finden wir diese veränderte Wortbedeutung, um unseren Missmut Kund zu tun: Denn was nichts bringt, das scheint auch nicht zu gefallen. Es taugt halt nicht(s).

Seltener mögen wir die Dinge einfach nicht. Auch passen oder schmecken sie uns nicht so richtig. Darüber <gfrein> („ge-freuen“) tun sich nur wenige (vgl. auch mancherorts noch vorhandenes <ge->s in <gfrean> „frieren“ – <Mi gfreats> „Mich friert(s)“ – Die „ge-„s, die wir uns anderswo sparen, kommen hier dann wieder zum Vorschein).

Noch seltener hat es ihr nicht gelid oder sie hat’s nicht mehr packt. Hinter „Sonstiges“ verstecken sich noch ein paar nicht hören wollen und nicht gut finden.

Und wie immer zeigen sich die Steiermark und Kärnten zäh und wollen ihre Dialektschätze nicht hergeben. Auf geht's und mitmachen! Die Umfragen bleiben geöffnet, damit auch beim nächsten Ergebnis ein bisschen mehr aus dem Süden kommen kann.

Schon teilgenommen? Dann bleib aber auch immer auf dem neuesten Stand!

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Als wie wenn i wo wann … Satzverknüpfungen im Dialekt

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Als / Wie / Wo / Wenn / Wann / Boll sie das gehört hat“… ist Dieses oder Jenes geschehen.

Um zwischen mehreren Sätzen und/oder deren genauere Beschreibungen eine Verbindung herzustellen, bedienen wir uns auch im Dialekt einiger Funktionswörter, die diese Verknüpfung für uns bewerkstelligen:

Unter den drei häufigsten Nennungen findet sich:

  • als (eine gekürzte Form von al(l)+sō ), das wir benutzen, um einen Vergleich anzustellen oder hier einen zeitlichen Bezug herzustellen.
  • wie, welches auf die Beschaffenheit einer Sache verweist (also stärker auf diesen einen Moment verweist), und …
  • wo, womit wir etwas genau so in Raum und Zeit verankern können.

Während als grundsätzlich überall vorkommt, liegt das Zentrum von wo deutlich westlicher und findet östlich ab Salzburg eher vereinzelt Anwendung. Die Verwendung von wie nimmt hingegen genau in diesen westlichen Regionen Tirols und Vorarlbergs ab.

Ein paar „Ausreißer“ sind wieder einmal dabei, wenn man den genauer hinsieht (hineinzoomt!):
Nordwestlich von Graz findet sich „wann“ (<waun>), im südlichen Vorarlberg auch „wenn“ und in Südtirol zeigt sich „boll„.

Stellt sich die Frage: Sind das tatsächlich Ausreißer, oder findet sich hier die Alltagssprache wieder?
Am besten überprüft man das, indem weitere Personen mithelfen und Bescheid geben:

Heast, sog amoi! Wia redtsn eigntli wirkli?

Hier geht's zu den Umfragen!

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Grantln im Dialekt: Gspunna hot’s, a Gfras ziagts, obissn woar’s, bockig, leid oder schnötznhoorat …

Besonders im Bereich der Wortwahl – der Lexik – des Grantelns sind wir wieder voll dabei… Von Beschreibungen, die die Kopfpartie betreffen (ogfressn, obissn, a Gfras ziagn oder dickschädlad sein) über Vergleiche mit beleidgten Leberwürsten (load, leid sein) bis hin zu Zustandsbeschreibungen (eigspinnt, eigschnappt, aupisst, angezipft sein)… Vielleicht ist jemand nach einem Streit auch einfach nur lestig, ekelhoft, bes, unguad, patzig / potzad, pamat, tuzad oder bockad. Manche mulln, andere motzen, bocken oder grappln.

Geographisch ist nicht viel auszumachen – Nur im Ötztal ist man wohl auch schnötznhoorat.

Aber egal: Z’wi(e)der woar se allemal!

Auch die vierte Umfrage „Der Unfall“ sucht gerade noch Teilnehmende. Einfach mitmachen und a bissl den eigenen Dialekt dalassen! (Oder im linktr.ee/heastsogamoi bzw. an der Seitenauswahl auch mal in die anderen Ergebnisse reinschauen!)

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Neamd, k(o)ana oder eh ka Sau…

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Aus der dritten Umfrage „Der Streit“ kommen die Ergebnisse für die Bezeichnung, wenn (fast) niemand / keiner (also „nicht einer“) zur Feier kommt. Tatsächlich hätte ich mir eine gewisse regionale Streuung erwartet, aber bis auf eine gewisse Treue des Vorarlbergs zur Form niemand, ergeben sich wenig geographische Punkte oder Zentren, die ausreichend aussagekrätfig wären. Einzig hervorzuheben bleibt, dass keiner in seiner Anzahl an Nennungen knapp die Nase vorne hat und mittlerweile häufiger als das in dieser Form länger vorhandene niemand vorkommt, besonders dann auch, wenn man die Aussagen wie „keine Leute“ oder „keine Sau“ hinzuzählt. Weder Geschlecht noch Alter oder Region scheinen eine Rolle zu spielen. Die Richtung scheint aber „keiner“ vorzugeben.

Möglicherweise liegt das aber auch an der geringeren Teilnehmendenzahl im Vergleich zu den anderen Umfragen? Denn wie immer bleibt es dabei: Je mehr mitmachen, desto mehr Aussagen lassen sich über unsere Dialekte und Sprechweisen in Österreich treffen! Also gerne auch an den älteren Umfragen teilnehmen, aber bitte dabei nicht die neuen (Vierte Umfrage – „Der Unfall“) vergessen.

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