Rotkraut 2.0 – Blaukraut 2.0

Was sich nicht alles tut, wenn ma einfach a weng mehr Leit frogt…

Hier zeigt sich, dass sich auch das Teilnehmen an „älteren“ Umfragen noch lohnt und dabei hilft die Karten zu verbessern. Denn mittlerweile haben über 200 Personen auch an der zweiten Umfrage („Am Markt“) teilgenommen und obwohl ein Gleichstand zwischen den Rotkrautlern und Blaukrautlern herrscht (75 : 75) ist die Verteilung umso klarer. Denn das meiste Blaue kommt weiterhin aus Oberösterreich (da kommen auch die meisten Teilnehmenden her) und kommt in den anderen Bundesländern nur vereinzelter vor, wo es sich die Waage zu halten scheint. Auch das Rote ist unter den Kohl-Anhängern stärker vertreten und sammelt sich offenbar besonders in Innsbruck und Umgebung. Ein paar schöne Ergänzungen bietet auch Vorarlberg mit seinem Krut (nördlich wohl rot, südlicher blau) und auch wenn nicht alle mit dem Gemüsebild etwas anfangen konnten (deswegen wohl die Salatsorten-Nennungen, wie etwa „Raddicchio“ oder gleich ins Absolute gehend „Ka Lewerkas“ [ich hab sehr gelacht, danke dafür! Ich bitte aber trotzdem darum, dass der eigene Dialekt eingetragen wird]), wird die Karte mit mehr Teilnehmenden eben immer umso schöner!
Also bitte gerne teilen, sharen, weiterleiten und was sonst so anfällt!

Blaukraut bleibt Blaukraut – im Osten bleibts doch eher rot.

Und auf die Frage, wie man denn zu diesem oder jenen Gemüse sagen würde, gab es dann doch ein paar Raummuster für Blau– bzw. Rotkraut bzw. –kohl.

Allen voran war Kraut jedenfalls die beliebtere Bezeichnung – Kohl findet sich nur selten. Rot und Blau hielten sich dahingehend die Waage, wobei diese im Osten und in Großstadtnähe stärker dem Rot Nahe zeigten.

Den ursprünglichen Grund für die unterschiedlichen Benennungen, nämlich die tatsächliche Färbung des Kraut aufgrund unterschiedlicher Säuregrade der Böden, aus denen diese wuchsen, oder der Zubereitung (rot = säuerlich; blau = alkalisch / basisch), ist aus den Antworten der Teilnehmenden also nicht mehr erkennbar.
(Blau zuerst stärker südlich – vermehrt mit Zucker zubereitet; Rot vermehrt nördlich des deutschsprachigen Raumes- mit Essigzubereitung)

Stattdessen können wir hier viele Blaukraut-Nennungen im Norden Oberösterreichs finden und die meisten Rotkraut-Nennungen im Osten und um Ballungszentren herum. In Tirol findet sich auch wieder der Kohl mehr, vermehrt in Form des Rotkohls.