Wenn man sich in Österreich so umhört, dann „da-“ ma wohl vü.
Weil uns das „er-“ nicht so liegt, ersetzen wir es gerne durch „da“. Darauf zielte auch eine Situation in der noch zweiten Umfrage „Am Markt“ in den Umfragen ab. Die Übersetzungen aus dem Standard „… er hat sie wiedererkannt“ fand nicht überall Anklang. Auch die darauffolgende Aussage, „… dass sie es nicht mehr Heim tragen konnte“ mischt sich hier auch noch ein. Denn in manchen Gebieten (und anhand der Karte können wir gut sehen welche) hat dieses „da-“ nicht nur eine Ersatzfunktion. Sie ist nicht nur eine lautliche Variante zu „er-„, sondern erfüllt dort eine Funktion und drückt aus, dass etwas (nicht) geschafft wurde. Es ist net zun Daglam, aber so zeigen die Antworten der Online-Umfragen, dass wir einen sehr klaren Schnitt in Österreich finden. Und zwar zwischen jenen, die „da-“ in erkennen benutzten (der Osten Österreichs) und jenen, die sich für’s nicht-tragen-können entschieden, nämlich nicht „dazahn / daschläpfen / datrogn / dabringa“ oder bei denen die Dame in der fiktiven Situation es nicht „zaht dahod“ bzw. „ham dagebrocht hätt“ (der Westen Österreichs). Vergleichsweise selten wird dann noch können benötigt. Wenn man es nicht datrogt, dann konnte man es halt auch nicht.
Einige wenige hingegen, benutzen „da-“ in beiden Situationen. Sie wurde dakennt und datrogn hotsas nimma. Der Großteil der Dialektantworten weißt allerdings keines von beiden auf. Hier wurde wiedererkannt und nicht tragen können. Die Mitmachenden sind hierfür grau hinterlegt.
Mit der "Hover-Over"-Funktion können die verschiedenen Kategorien in der Legende über der Karte hervorgehoben werden und die Unterschiede werden sehr deutlich sichtbar. Dakennen im Osten und datrogn im Westen.
Und was "da-"st du so? Dazöht die Kortn an Mist oder dakennstas eh a? Darinnerst di an sowas oder probier i dir hier wos einzumdaredn? Am besten bei den neusten Umfragen mit dabei sein: Auch hier kann man seine "da-"s freien Lauf lassen!