Ab ins Födl: Mais, Gugaru(t)z / Kukuru(t)z, „Türken“ und Woa(t)z…

Und dort wächst was? Aus der zweiten Umfrage Am Markt haben sich einige Antworten hervorgetan und auch wenn die Schreibung etwas variiert, zeichnen sich Raumbilder ab: Der Gugaru(t)z – so wurde es gewertet, wenn ein a -Laut notiert wurde, unabhängig von härterem K oder weicherem G – findet sich eher im mittleren österreichischen Raum, wohingegen der Kukuruz – wenn durchgängig u notiert wurde – sich eher im Osten findet. Einen Wörterbucheintrag der Form Gugaruz findet sich im Boarischen Wikipedia, wobei die Schreibweise von Kukuruz näher dem Ursprungswort ähnelt, welche aus dem Serbokraotischem stammt. Im Westen zeigt sich dann wieder der Mais (den wir uns aus der Ursprungssprache Taino mahís beibehalten haben, vgl. etwa DWDS) und auch Vermerke vom abgekürzten „türkischen Weizen“ (kurz Dirg(g)n in verschiedenen Schreibweisen) sind dort vermehrt anzusiedeln.

Aus dem steirischen Raum gab es auch ein paar Umfrageteilnehmer, die Woa(t)z für ihre Region aktenkundig gemacht haben. Kannst du sie auf der Karte finden?

Der Streit – Auf ein Neues!

Und weil’s so schön ist, geht’s auch gleich weiter. Auch in der dritten Umfrage geht’s darum, „wie ma eigentli wirkli redt“. In „Der Streit“ kriegen sich zwei in die Haare, als sie versuchen vergangene Ereignisse zu rekonstruieren. Ein Haufen „Stimmt net“ – „Stimmt scho“, aber keine Sorge: Der eigene Dialekt steht wieder einmal im Vordergrund!

Der Streit
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Nimma drauf denkt, a net dran docht ghobt…

Erneut aus der ersten Umfrage „Bei den Maiers“: Hier zeigen sich viele verschiedene dialektale Formen, um sich an etwas zu erinnern. Manche denken darauf, während andere daran denken. In der Vergangenheit hat man’s sich dann (ge)denkt oder (ge)docht (gehobt). Bei letzterem ist die Kurzform (dran) docht häufiger vertreten als die Form denkt. Im Tiroler Land scheint die Lage besonders vielfältig, denn hier finden sich Mischformen an etwas (dr)aufzudenken, aber auch die anderen Bundsländer sind sich nicht flächendeckend einig.

Hätt ma des … soin?

Bei den Maiers ging’s unter anderem auch darum zu erfragen, woher man Dinge denn wissen soll, wenn es einem doch keiner sagt. Die Umfrageteilnehmer*innen haben wie folgt entschieden:

riechen (riachn) kommt am häufigsten vor und erstreckt sich über Gesamtösterreich. Schmecken tut man’s anscheinend nur an den äußeren Gebieten und spüren (gspiarn) tun’s die allerwenigsten von uns.

Zweite Runde – Am Markt

Es geht weiter mit der zweiten Umfragenrunde. Wieder geht’s allen voran um den eigenen Dialekt!

Am Markt
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Kleinere Ergebnisse aus der ersten Runde gibt es bereits hier zu sehen und werden immer wieder aktualisiert. Mitmachen lohnt sich!

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„kaputt“, „eingonga“ oder hoit „hin(n)ig“…

In der ersten Umfrage wurde mitunter abgefragt, wie man denn „kaputt“ in den eigenen Dialekt übersetzen würde, wenn man sich auf ein Auto bezieht. Besonders beliebt war dabei die Formen hi(n), neben der seltener auftretenden Form hin(n)ig. Kaputt ist hingegen nicht nur nahe der Hauptstädte zu verorten, sondern scheint darüber hinaus aufzutreten. Eingonga war die wenigst-gewählte Variante unter den Teilnehmenden.